Landwirtschaft Zorn ein Familienbetrieb mit Geschichte

Der landwirtschaftliche Betrieb Heike Zorn besteht heute bereits in der vierten Generation.
Der Betrieb wurde 1902 von Wilhelm Zickerick als Abmelkbetrieb in (Berlin-) Borsigwalde gegründet.

Im Jahre 1944 übernahm der Sohn Wilhelm Zickerick nach dem Tod des Vaters den elterlichen Betrieb und führte ihn in gleicher Form fort und leistete insbesondere in der schweren Nachkriegszeit einen nicht unerheblichen Beitrag zur Versorgung der Berliner mit Milch und Fleisch. Nach der Heirat mit der Tochter Waltraud Zickerick übernahm im Juli 1966 Jochen Zorn den Zickerickschen Betrieb.

Jochen Zorn entstammte ebenfalls einer Landwirtschaftsfamilie, die den zu dieser Zeit größten Gemüseanbaubetrieb in Berlin-Spandau bewirtschaftete. In den ersten Jahren führte Jochen Zorn mit seiner Ehefrau den Betrieb in der bekannten und bewährten Weise fort.

Pläne des Landes Berlin die Flächen zu bebauen wurden im Jahr 1982 von den Heiligenseern und der Bürgerinitiative „Rettet die Felder“ verhindert und der Weiterbestand unseres landwirtschaftlichen Betriebes gerettet.

Bedingt durch die Verstädterung von Borsigwalde und veränderte Auflagen des Gesetzgebers erfolgte ab 1985 eine Anpassung und Umstrukturierung des Betriebes.

Milchkühe mit Bauer
Ferkel

Im Jahre 1970 betrug der Viehbestand in Borsigwalde durchschnittlich 50 Milchkühe und 200 Mastschweine. Zu dieser Zeit begann auch die Bewirtschaftung der Heiligenseer Felder durch die Familie Zorn, gepachtet von der öffentlichen Hand.

Während die Milchproduktion bereits 1985 eingestellt wurde, konnte die Schweinezucht noch bis zum Jahr 2000 fortgeführt werden. Damit endete die Zeit des Landwirtschaftsbetriebes Zorn in Borsigwalde und der Betrieb besteht seither an seinem Standort in Heiligensee fort.

Bereits seit Mitte der 80er Jahre erfolgte auf einem Teil der Heiligenseer Felder eine Mutterkuhhaltung. Hier werden die Kühe nicht zur Milchproduktion gemolken. Die Milch der Kühe dient ausschließlich zur Aufzucht der Kälber in den ersten 8 Monaten Ihres Lebens.

Die Mutterkuhhaltung wurde, neben der weiter betriebenen Feldbewirtschaftung mit Mais, Getreide und Weideflächen, seitdem beständig ausgebaut.

Von Anfang an wurde besonderer Wert auf eine natürliche Aufzucht der Kälber gelegt und nur Produkte aus eigenem Anbau, also Getreideschrot, Heu und Silage, verfüttert

Mähdrescher im Wald
Jochen Zorn und Tochter Heike

Im Juli 2006, nach fast vier Jahrzehnten voller Leidenschaft und harter Arbeit, übergab Jochen Zorn den Betrieb an seine Tochter Heike. Auch Heike Zorn führte den Betrieb nach dem bewährten Muster weiter und konnte an die Erfolge ihres Vaters in der Zucht des französischen Limousin-Rindes anknüpfen.

Zwanzig Jahre später steht der Betrieb weiter im Wandel der Zeit und vor neuen Herausforderungen. Die nächste Generation mit den Söhnen von Heike Zorn, Marco und Lucas, steht in den Startlöchern um den Betrieb in fünfter Generation zu übernehmen und in die Zukunft zu führen. Dazu gehört, dass in 2023 zusätzlich 10 Hektar landwirtschaftliche Flächen in Lübars angepachtet werden konnten, um die Existenzgrundlage für den Betrieb zu festigen und zu verbreitern.

Mann steht neben einem Traktor
^